Schreiben Sie uns...!
Schreiben Sie uns...!
Mitglied werden
Mitglied werden

Wünsche zum neuen Jahr 2021

Wir wünschen Ihnen allen ein gutes neues Jahr 2021 und bitte bleiben Sie gesund

Lüftungsanlage statt lauem Lüftchen:

Sasse (WGS) fordert Prüfung von Schulgebäuden und IGS-Neubau

 

(Rinteln/Landkreis) Bereits in der jüngsten Ratssitzung machte Heinrich Sasse (WGS) seinem Unmut über die fehlende Lüftungsanlage in Klassenzimmern der neuen IGS Luft (wir berichteten). „Willkommen in der Steinzeit“, kommentierte er das Antwortschreiben des Landkreises auf seine Anfrage nach Möglichkeiten zur Belüftung des Schulgebäudes. Die E-Mail-Antwort liegt uns vor. Tenor des Schreibens von Baudezernent Fritz Klebe: Die Klassenräume am IGS-Neubau sollen über Fenster belüftet werden. Dies sei „die einfachste und effektivste Art der Lüftung“, werde „grundsätzlich in allen Schulgebäuden des Landkreises eingesetzt“ und „ermöglicht Schülern und Lehrkräften jederzeit ein individuelles und bedarfsgerechtes Lüften“. Einzig die Pausenhalle, Lehrküche und Toiletten sind mit einer Lüftungsanlage ausgestattet.

Für den langjährigen Kreistagsabgeordneten Sasse ein Unding, wie er auch schon im Rat der Stadt Rinteln äußerte. Um lüften zu können, müsse die verbrauchte Luft abgeführt werden, argumentierte er damals. Bildlich gesprochen: Wenn Klassen ihre Fenster und Türen öffnen, wird die verbrauchte Luft lediglich ins Gebäudeinnere befördert und dort mit der übrigen Luft vermischt: „Da wird nichts abgeführt“. Unterschiedliche Witterungsbedingungen täten ihr Übriges um dieses Konzept zu erschweren, so würde beispielsweise an einem schwülwarmen Sommertag auf diese Weise überhaupt kein Lüftungseffekt zustande kommen.

Der IGS-Neubau an der Burgfeldsweide. WGS-Ratsmitglied und Kreistagsabgeordneter Heinrich Sasse fordert eine Überprüfung, inwieweit hier noch Lüftungsanlagen nachgerüstet werden können.

Daher hat Sasse jetzt für die WGS-Fraktion im Kreistag beantragt, Lüftungskonzepte für Bildungseinrichtungen in Trägerschaft des Landkreises auf die Tagesordnung zu setzen. Beim IGS-Neubau in Rinteln soll kurzfristig überprüft werden, ob und wie nachträglich eine Lüftungsanlage oder einzelne Geräte eingebaut werden können. Ziel ist der Infektionsschutz aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie und weitere mögliche Gefahren durch Krankheitserreger, die künftig noch drohen könnten.

Weiterhin fordert Sasse den Landkreis auf, alle Schulen und Bildungseinrichtung des Landkreises auf bestehenden baulichen und technischen Infektionsschutz zu prüfen und Nachbesserungsmaßnahmen zu nennen. Im nächsten Schritt sollen Lüftungskonzepte für die Einrichtungen entwickelt und kostenmäßig dargestellt werden. Die Ergebnisse erhofft Sasse sich noch rechtzeitig zur Beratung in den Gremien zur Haushaltsplanung des Jahres 2021. Dafür sollen zusätzlich 300.000 Euro in den Kreishaushalt aufgenommen werden.

Selbst mit geeigneten Impfstoffen gegen die Covid-19-Pandemie müsse der Landkreis Schaumburg die vom Robert-Koch-Institut gegebenen Empfehlungen zum Infektionsschutz in bauliche Konzepte umsetzen, argumentiert Sasse. Ein Hauptaspekt sei in geschlossenen Räumen möglichst regelmäßiges und vollständiges Austauschen der Raumluft. Diesen Anforderungen würden ältere Schulgebäude naturgemäß nicht genügen, doch auch die im Bau befindliche IGS verfüge über keine komplette Lüftungsanlage. Zwar habe WGS-Fraktionsmitglied Ralf Sassmann im Kreisbauausschuss schon vor Baubeginn eine solche Anlage beantragt, allerdings ohne Erfolg.

Laut Sasse müsse der Landkreis jetzt „Konzepte entwickeln und umsetzen, um über ein permanentes Belüften der Schulen (…) einen Beitrag zur Prävention zu leisten.“ Dabei handele es sich um eine „medizinisch indizierte Notwendigkeit, die Voraussetzung ist, einen geregelten Schulbetrieb in Zeiten hochinfektiöser Virenbelastung überhaupt erst wieder möglich machen zu können“.

Dem CDU-Vorstoß für Lüftungsanlagen in Rintelner Grundschulen und dem Antrag im Möllenbecker Ortsrat steht Heinrich Sasse übrigens durchaus positiv gegenüber: „Natürlich ist zu begrüßen, dass auch von dort – wenigstens jetzt – die Dringlichkeit der Notwendigkeit zum Handeln erkannt worden ist.“ Da der WGS-Antrag jedoch bereits früher gestellt worden sei, könne man das laut Sasse mit einem schießenden Jäger vergleichen, „obwohl andere das Wild schon erlegt haben“.

Welche Perspektive sieht Ihre Partei für eine Verbesserung des innerstädtischen Verkehrs? Sollte die östliche Altstadt für den Verkehr gesperrt werden?

 

Eine Gesamtsperrung kommt nicht in Betracht. Dass allerdings um die Grundschule Süd herum eine Quasi-Umgehungsstraße läuft, ist ein Unding. Die Notwendigkeit, von der Weserbrücke durch die östliche Altstadt zum Kollegenplatz fahren zu können, vermag ich nicht zu erkennen. Nur insoweit ist eine Durchfahrtsbeschränkung sinnvoll; die Geschäfte müssen erreichbar bleiben.

 

Stehen Sie hinter der Verwaltungs-Position:“ Weniger Mülleimer bedeuten weniger Müll“ oder fordern sie mehr/noch weniger öffentliche Mülleimer?

 

Wer morgens durch den Blumenwall geht kann sehen, dass die Verwaltungsthese „weniger Mülleimer = weniger Müll“ Blödsinn ist. Ich glaube auch nicht, dass der Aufwand zum Leeren der Mülleimer größer ist, als der des Aufsammelns des weggeworfenen Mülls durch städtische Mitarbeiter. Und ich möchte auch niemandem zumuten, einen leeren Eisbecher oder eine Bananenschale in seiner Tasche wieder mit nach Hause nehmen zu müssen. Daher bin ich pro Mülleimer.

 

Was ist ihr Konzept für die Nachnutzung am Kollegienplatz?

 

Eine Kombination von Gewerbe, Verwaltung und Wohnnutzung. Möglich ist auch die Planung eines kommunalen Veranstaltungszentrums, das aus einem Verkauf des Brückentorsaalareals finanziert wird. Wir haben hier die einmalige Möglichkeit, auch die Fläche für einen innerstädtischen Nahversorger zu schaffen und müssen diese nutzen. Wichtig ist eine behutsame Planung, die Rücksicht auf die Baudenkmale des alten Gymnasiums, des Direktorenhauses, der Jacobi Kirche und des Rathauses nimmt.

 

Was sollte mittelfristig mit dem Brückentorkomplex geschehen?

 

Der Brückentorsaal ist stark sanierungsbedürftig. Wenn ein Alternativbau am Kollegienplatz erfolgt, kann die Immobilie verwertet werden. Ansonsten müssen wir insbesondere für das kulturelle Leben in Rinteln und die Vereine den Saal sanieren.

 

Wenn Sie fünf Millionen Euro nutzen könnten: Was würden Sie damit konkret in Rinteln verändern

 

Wenn ich die 5 Millionen nicht zur Schuldentilgung einsetzen würde, um künftige Generationen zu entlasten, sondern irgend eine Luxusausgabe planen müsste, würde ich zwischen Weserbrücke und Freibad eine Fußgänger-und Fahrradbrücke bauen, um den Hickhack auf der Weserbrücke zu entschärfen und den Weserradweg direkt in die Innenstadt zu führen. So ähnlich also wie die Minder Fußgängerbrücke über die Weser.

 

 

Und hier der gesamte Artikel in der Schaumburger Zeitung vom Samstag, den 03.09.2016

*****************